06.02.2026

Weiterbildung im Personalwesen: Wichtige Infos im Überblick

Mit einer Weiterbildung im Personalwesen sind Sie gut beraten, wenn Sie sich auf die Übernahme neuer Aufgaben und Verantwortungen vorbereiten wollen. Das Personalwesen ist eines der wichtigsten Kernbereiche eines Unternehmens und hat direkte Auswirkung auf den Unternehmenserfolg. Auch wenn oft der Fokus auf andere Bereiche wie Vertrieb oder Produktion gelegt wird – ohne ein gutes Personalmanagement läuft im Unternehmen gar nichts.

Das Personalwesen als Grundpfeiler des Unternehmens

Das Thema Fachkräftemangel kursiert seit einigen Jahren in den verschiedensten Branchen und hat den Arbeitsmarkt zu einem Arbeitnehmermarkt gemacht. Möchte ein Unternehmen gute Fachkräfte finden, fördern und halten, braucht es eine starke Personalabteilung.

Als zentraler Unternehmensbereich kümmert sich das Personalwesen um die Bereitstellung und den gezielten Einsatz von Personal. Gleichzeitig ist der Bereich auch für Mitarbeiterbedürfnisse verantwortlich. Erfolgreiches Personalwesen schafft die Balance dieser beiden Aspekte.

Aufgaben im Personalwesen

Wer sich für eine Weiterbildung im Personalwesen interessiert, will vorab wissen, wie der spätere berufliche Alltag aussehen könnte.

Daher ist es sinnvoll, sich bereits vor Beginn einer Weiterbildung mit den Aufgaben des Personals auseinanderzusetzen. Die folgenden Tätigkeiten gehören zu den alltäglichen Aufgaben einer Personalabteilung:

  • Personalbetreuung
  • Personalentwicklung
  • Personalführung
  • Mitarbeitergewinnung
  • Einsatzplanung

Welche Aufgaben Sie übernehmen, ist von der jeweiligen Position im Personalwesen abhängig, die sich wiederum aus der Qualifikation ergibt. Fachkaufleute im Bereich Personal betreuen beispielsweise die Personalwirtschaft in Unternehmen. Die Tätigkeiten im Personalbereich sind facettenreich, erfordern viel Kompetenz und gehen mit einer hohen Verantwortung einher.

Was sind die generellen Karrierestufen im Personalwesen?

Mit einer Weiterbildung können Sie sich entweder persönlich weiterbilden, oder eine neue Karrierestufe erklimmen. Die folgenden Stufen sind dabei gängig:

Top Management: In dieser Ebene werden meistens Kandidaten mit langjähriger Berufserfahrung sowie MBA oder Master-Abschlüssen ausgewählt.

Für wen eignet sich eine Weiterbildung im Personalwesen?

Eine Weiterbildung im Personalmanagement ist für zwei Zielgruppen interessant:

Quereinsteiger mit wenig oder keiner Erfahrung

Wer sich gezielt für einen Wechsel in den Bereich Personalwesen qualifizieren möchte, ist mit einer Weiterbildung im Personal gut beraten. Auch wer im Unternehmen mit neuen Aufgaben in diesem Bereich betraut wurde, wie beispielswese mit der Personalauswahl, kann sich so nützliches Know-how aneignen.

Bei kleineren Tätigkeitsbereichen im Personalwesen sind kürzere Weiterbildungen, die meist mehrere Wochen oder wenige Monate dauern, ausreichend. Möchten Sie sich für einen Jobwechsel fit machen, sollten Sie eine längere Weiterbildung mit IHK-Abschluss wählen.

Berufserfahrene, die ihr Know-how ausbauen wollen

Wer bereits Erfahrungen im Bereich Personal hat oder sogar schon länger im Personalwesen arbeitet und sich für die nächste Karrierestufe qualifizieren will, kann mit einer anerkannten Weiterbildung den Grundstein dafür legen. Sollte dies auf Sie zutreffen, sollten Sie eher eine umfassendere Weiterbildung wählen, die beispielsweise auch BWL-Inhalte und Managementwissen vermittelt.

Auch die persönliche Eignung sollte nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Wer eine Führungsposition im Personalbereich anstrebt, sollte folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Kommunikationsstärke
  • Einfühlungsvermögen
  • Offenheit
  • Menschenkenntnis
  • Organisationsgeschick

Lesetipp: Das Onboarding für Azubis stellt Unternehmen häufig vor Herausforderungen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Ausbilder fit machen können.

Welche Weiterbildungen im Personalwesen gibt es?

Im Bereich Personalwegen gibt es die verschiedensten Weiterbildungen, die entweder mit einem IHK-Abschluss oder einem IHK-Zertifikat abgeschlossen werden können.

IHK-Zertifikate sind bundesweit anerkannt und stehen für die Qualität einer Weiterbildung. Ein IHK-Zertifikatslehrgang ist daher eine gute Möglichkeit, sich das für den Berufsalltag nötige Wissen anzueignen und zu vertiefen.

Die ZAW-Leipzig bietet Ihnen folgende Weiterbildungen im Personalwesen, die sie mit einem IHK-Zertifikat abschließen können:

Ein Prüfungslehrgang mit einem IHK-Abschluss umfasst hingegen meist eine Weiterbildungszeit von 2-3 Jahren, die berufsbegleitend absolviert werden kann. Diese Weiterbildungen qualifizieren Teilnehmer für Aufgaben im mittleren Management und können mit klassischen Studiengängen auf Bachelor- und Masterniveau verglichen werden.

Wir bieten Ihnen als Gesellschaft der IHK zu Leipzig anerkannte Weiterbildungen im Personalmanagement (Human Ressources Management) an, die sie mit einem IHK-Abschluss absolvieren:

Mit unseren bundesweit anerkannten Kursen steigern Sie berufsbegleitend oder in Vollzeit innerhalb kürzester Zeit Ihre Personalmanagement-Kompetenzen.

Fazit: Eine Weiterbildung im Personalwesen ist eine Investition in Ihre berufliche Zukunft

Mit einer Weiterbildung im Personalbereich können Sie sich auf diesen wichtigen Aspekt der Betriebswirtschaft spezialisieren und so zu einer begehrten Fachkraft in der Wirtschaft werden. Egal in welchen Wirtschaftsbranchen – Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen wichtiges Kapital und entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.

Die ZAW-Leipzig bietet Ihnen Weiterbildungen für Personalmanagement in Form verschiedener IHK-Angebote. Dabei hat die Qualität der Weiterbildungen für uns höchste Priorität, um Ihnen eine berufliche Orientierung, neue Karrierewege oder in Ihrem Unternehmen die Mitarbeiterschulung nachhaltig zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Weiterbildung im Personalwesen

Welche Weiterbildungen gibt es im Personalwesen?

Eine stetige Weiterbildung im Bereich Personalmanagement ist heute so wichtig wie nie zuvor, da das Personal ständig vor neue Herausforderungen gestellt wird. Zu den gängigen Weiterbildungen in diesem Bereich gehören unter anderen die Weiterbildung zur Fachkraft für Personalwesen, der geprüfte Personalkaufmann und der geprüfte Personalfachkaufmann.

Welche Aufgaben hat man im Personalwesen?

Zu den Aufgaben im Personalbereich gehören je nach Qualifikation z.B. die Personalplanung, Personalentwicklung, Personalführung und die Mitarbeiterkommunikation.

Wie kommt man ins Personalwesen?

Um in die Personalabteilung oder in HR-Berufe zu gelangen, gibt es die unterschiedlichsten Wege. Ein Studium ist oft eine gute Grundvoraussetzung, aber auch mit einer kaufmännischen Ausbildung und passenden Weiterbildungen kann man sich für das Personalwesen qualifizieren.

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05.02.2026

Azubi Förderung: Die wichtigsten Unterstützungsangebote für die Ausbildung

Nichts scheint so spannend in einem noch jungen Leben, wie der Beginn der Ausbildung. Ziele, Träume, auf eigenen Beinen stehen, alles in greifbarer Nähe.

Doch manchmal läuft nicht alles reibungslos. Was, wenn das Ausbildungsgehalt nicht für die erste eigene Wohnung reicht? Wenn es Herausforderungen im Betrieb gibt? Oder wenn man noch gar nicht weiß, welcher Beruf wirklich passt?

Zum Glück gibt es zahlreiche Förderprogramme für Azubis, die genau in solchen Situationen weiterhelfen und auch Unternehmen bei der erfolgreichen Begleitung ihrer Nachwuchskräfte unterstützen. Hier finden Sie eine übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Unterstützungsangebote, inklusive hilfreicher Tipps und weiterführender Infos.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Viele Auszubildende nutzen die Ausbildung, um das Hotel Mama zu verlassen und erstmals auf eigenen Füßen zu stehen. Doch nicht immer reicht das Einkommen aus, um Miete, Fahrtkosten oder Lebensunterhalt vollständig zu decken.

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist ein monatlicher Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit für Azubis, die nicht mehr im Elternhaus wohnen können. Sie hilft dabei, die Grundkosten während der Ausbildung zu stemmen.

Gut zu wissen: Wurde Ihr BAB-Antrag abgelehnt, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Wohngeld beantragen. Dafür ist die örtliche Wohngeldstelle zuständig.

Mobilitätszuschuss: Unterstützung beim Pendeln

Raus aus dem Elternhaus, rein in eine neue Stadt. Das ist der Traum von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wenn Sie ihre Ausbildung antreten. Wer für die Ausbildung in eine andere Stadt zieht und mehr als eine Stunde vom Heimatort entfernt arbeitet, kann den Mobilitätszuschuss beantragen.

Dieser Zuschuss finanziert zwei Heimfahrten pro Monat, sogar dann, wenn die Fahrt gar nicht angetreten wird.

Unterstützung bei der Berufswahl und während der Ausbildung

Nicht jeder findet sofort den passenden Beruf – und selbst während der Ausbildung können Herausforderungen entstehen. Deshalb gibt es mehrere Programme, die junge Menschen auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss unterstützen.

Einstiegsqualifizierung

Erstes Geld verdienen und dabei herausfinden, welcher Beruf zu einem passt. Die Einstiegsqualifizierung ist ein bezahltes Langzeitpraktikum, das Jugendlichen hilft, einen passenden Beruf kennenzulernen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Die Vorteile der Einstiegsqualifizierung:

  • Vergütung über die Bundesagentur für Arbeit
  • bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz
  • bei anschließender Übernahme kann die Praktikumszeit auf die Ausbildungsdauer angerechnet werden

Assistierte Ausbildung (AsA)

Eine Bewerbung schreiben oder neben der Arbeit noch für die Berufsschule lernen. Nicht jeder hat sofort alle Fähigkeiten, die während der Ausbildung gefragt sind. Die Assistierte Ausbildung unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene individuell von Bewerbungen bis hin zu Schulstoff oder persönlichen Herausforderungen.

Eine feste Ausbildungsbegleiterin oder ein Ausbildungsbegleiter hilft bei:

  • Organisation und Lernplanung
  • Problemen im Betrieb oder der Berufsschule
  • Orientierung während Einstiegsqualifizierung und Ausbildung

Auch Unternehmen profitieren, da Ausbilderinnen und Ausbilder entlastet und Ausbildungsabbrüche reduziert werden.

Azubis gesucht: Das Vermittlungsprogramm der ZAW Leipzig

Wie schön wäre es, mit nur einer Bewerbung den richtigen Ausbildungsplatz zu finden.

Als überbetriebliches Ausbildungszentrum der IHK zu Leipzig wissen wir von unseren Verbund-Azubis, dass Bewerbungen schreiben, nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung ist. Deswegen können Ausbildungssuchende bei der ZAW Leipzig mit nur einer Bewerbung über 120 Unternehmen erreichen. Für Ausbildungsberufe in den Bereichen Lager und Logistik, Elektrotechnik und Metalltechnik.

Externe Ausbildungsbegleitung der Joblinge

Die Joblinge unterstützen sowohl Azubis als auch Unternehmen in Leipzig individuell während der gesamten Ausbildungszeit.

Für Azubis bietet das Programm Hilfe in Bereichen wie:

  • Bürokratie & Anträge
  • Kommunikation im Unternehmen
  • Selbstorganisation

Für Unternehmen dient Joblinge als verlässlicher Ansprechpartner, um:

  • Ausbildungsabbrüche zu verhindern
  • Konflikte frühzeitig zu lösen
  • ein positives Arbeitsklima zu fördern

Die Begleitung dauert so lange, wie der Betrieb es wünscht.

Weitere Informationen gibt es im Info-Blatt der Joblinge.

Berufsvorbereitende Maßnahme (BvB)

Für Jugendliche, die noch unsicher sind oder schulische Defizite ausgleichen möchten, ist die Berufsvorbereitende Maßnahme eine wertvolle Unterstützung.

Sie hilft dabei:

  • berufliche Stärken zu entdecken
  • Ausbildungsreife aufzubauen
  • Grundqualifikationen zu erwerben

Ideal für alle, die noch nicht genau wissen, wohin der Weg gehen soll.

Vermittlungsbudget – finanzielle Hilfe bei der Ausbildungssuche

Die Ausbildungssuche kostet oft Geld: Bewerbungsfotos, Fahrtkosten, Unterlagen oder sogar ein notwendiger Umzug.

Über das Vermittlungsbudget der Bundesagentur für Arbeit können folgende Kosten übernommen werden:

  • Bewerbungsunterlagen & Fotos
  • beglaubigte Kopien von Zeugnissen
  • Fahrt- und Übernachtungskosten zu Vorstellungsgesprächen
  • Umzugskosten zum Ausbildungsstart

Wichtig: Der Antrag muss vorab bei der Berufsberatung gestellt werden, denn eine rückwirkende Erstattung ist nicht möglich.

Kindergeld während der Ausbildung

In der Regel gibt das Kindergeld nur bis zum 18. Lebensjahr. Doch während einer Ausbildung kann es unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Talente fördern: Das Weiterbildungsstipendium

Für Auszubildende mit klaren Karrierezielen lohnt es sich, alles zu geben. Für besonders engagierte oder leistungsstarke Auszubildende gibt es das Weiterbildungsstipendium. Es unterstützt ambitionierte Karriereziele mit bis zu 9.135 €, damit begabte Auszubildende ihre Fähigkeiten erweitern können.

Überbetriebliche Ausbildung: Der Gamechanger für Azubis und Unternehmen

Betriebe mit ausgezeichneter Ausbildung, wie beispielsweise Hydro Extrusions, setzen auf die überbetriebliche Ausbildung. Bei der überbetrieblichen Ausbildung, auch Verbundausbildung genannt, übernimmt nicht der Ausbildungsbetrieb die praktische Ausbildung, sondern ein spezialisiertes Ausbildungszentrum wie die ZAW Leipzig.

Das Konzept bringt viele Vorteile mit sich:

  • Individuelle Förderung für besondere Talente sowie gezielte Unterstützung dort, wo Herausforderungen auftreten.
  • Hohe Ausbildungsqualität durch die ständige Verfügbarkeit von mindestens einer Ausbilderin oder einem Ausbilder.
  • Lernvielfalt durch Zusammenarbeit von Auszubildenden aus verschiedenen Betrieben und Berufen.
  • Stressfreie Ausbildung ohne Druck aus dem laufenden Betrieb.
  • Optimale Ausstattung durch eine umfangreiche Verfügbarkeit von Maschinen und Werkzeugen zum Üben.

Fazit: Mit der richtigen Azubi Förderung zum erfolgreichen Berufsabschluss

Ob finanzielle Unterstützung, Begleitung im Ausbildungsalltag oder Programme zur Berufsorientierung, es gibt zahlreiche Angebote, die Auszubildende auf dem Weg zum Berufsabschluss zu begleiten. Und auch Unternehmen profitieren von diesen Fördermöglichkeiten, um ihren Nachwuchs optimal zu unterstützen.

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27.01.2026

Berufliche Neuorientierung: Tipps für Studienabbrecher

Berufliche Neuorientierung ist für Studienabbrecher und Studienzweifler ein Prozess, der viele Chancen bietet. Nimm dir Zeit, um deine Studien-Entscheidung zu prüfen und zu überdenken. In dieser Situation gibt es eine Menge Unterstützung. Auch die ZAW Leipzig hilft dir, wenn du im technischen Bereich studierst: Informiere dich über unsere Verbundausbildung oder vereinbare ein individuelles Beratungsgespräch.

Wie viele Studienabbrecher gibt es?

Egal, wie gut man sich informiert hat: Wahrscheinlich kommen jeden einmal Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war. Vom Zweifeln bis zum Abbruch eines Studiums ist noch ein Stück Weg. Trotzdem entscheiden sich abhängig von der Hochschule zwischen 20 und 35 Prozent der Studierenden, ihr Studium abzubrechen.

2020 war die Quote der Studienabbrecher unter den deutschen Studierenden leicht zurückgegangen: Sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium scheiden weniger Studierende ohne Abschluss aus als bei den letzten Berechnungen von 2018. (Quelle DZHW). Auf diesem Niveau scheint die Zahl aktuell zu stagnieren.

Was sind die Gründe für den Studienabbruch?

Die Entscheidung, ein Studium abzubrechen, ist meist keine spontane Idee. Sie ist das Ergebnis eines Prozesses, in dem du Pro und Kontras abwägst. Deine Entscheidung verdient auf jeden Fall Respekt. Denn es gibt viele Gründe, um die Studienentscheidung zu überdenken und sich beruflich neu zu orientieren:

  • Wunsch nach praktischer Tätigkeit
  • Finanzielle Gründe
  • Schwierige Studienbedingungen oder Leistungsprobleme
  • Persönliche Gründe oder die familiäre Situation

Was auch immer deine Gründe sind: Nimmt dir Zeit für deine Entscheidung und informiere dich über die Alternativen.

Warum Studienabbrecher im Arbeitsmarkt heiß begehrt sind?

Die gute Nachricht vorab: Als Studienabbrecher verbaut man sich nicht die Wege für den Einstieg ins Berufsleben. Einen ganz geradlinigen Lebenslauf ohne Auszeiten oder Richtungswechseln erwartet heute niemand mehr.

Der Arbeitsmarkt boomt. Damit steigen die Chancen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Die Anerkennung für Kompetenzen wächst, die jenseits eines formalen Abschlusses liegen. Dazu zählen:

  • Berufs- oder Auslandserfahrungen
  • Fach- und Methodenkompetenzen
  • privates Engagement oder Spezialkenntnisse

Was sich jedoch nicht geändert hat: Die meisten Unternehmen erwarten einen Berufsabschluss. Also Studium abbrechen und ohne Abschluss rein in den Job, ist kurzfristig gesehen eine Option. Als ungelernte Arbeitskraft kommt man bei der Karriere selten weit.

Besonders im öffentlichen Dienst sind Karriere- oder Gehaltssprünge kaum möglich. Viele Unternehmen untermauern ihren Qualitätsanspruch durch die Beschäftigung von Fachkräften. Nur ein Abitur reicht also nicht. Einen Berufsabschluss solltest du unbedingt machen.

Berufliche Neuorientierung: Was bedeutet das?

Wer sein Studium hinschmeißt, empfindet das oft als Scheitern. Hilfe von professionellen Berufsberatern ist deshalb eine gute Idee. Sie beraten Wechselwillige und Studienabbrecher zu berufliche Alternativen oder unterstützen, um Stärken und Schwächen herausfinden. Es geht darum zu erforschen, wo es wirklich klemmt und nach Lösungen zu suchen.

Denn manchmal liegt der Frust gar nicht am Studium, sondern an Bedingungen – die sich möglicherweise ändern lassen.

Die berufliche Neuorientierung ist eine echte Chance. Die berufliche Neuorientierung ist eine echte Chance. Du entscheidest dich neu – mit mehr Wissen, was du wirklich willst und wo deine Kompetenzen und Interessen liegen.

Fakten checken: Wo finde ich Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung?

Du brauchst einen Plan B: Einfach nicht mehr weitermachen, ist keine Lösung. Plane deshalb deine berufliche Neuorientierung. Dafür gibt es eine Menge Unterstützung, zum Beispiel den Fakten-Check beim BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung. Er fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen, wenn du an deinem Studium zweifelst:

  • Wo kann ich meine Kompetenzen und Interessen testen lassen?
  • Welche Optionen habe ich zur beruflichen Neuorientierung?
  • Wie kann ich mein Lebensunterhalt finanzieren?
  • Wer kann mich persönlich beraten?

Wichtig zu wissen: An den meisten Hochschulen und bei der Bundesagentur für Arbeit findet ihr Ansprechpartner. Für Leipzig ist die kowa Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt eine Plattform, die Studienabbrechern und Studienzweiflern Beratung und Erfahrungsaustausch anbietet. Gebündelte Infos für Sachsen findet ihr auch unter: https://studienabbruch-und-weiter.de/

Erfolgsgeschichte: Vom Studienabbruch zu Siemens Energy

Auch Nadja Frolov stand 2024 nach ihrem Studienabbruch vor diesen Fragen. Über die Agentur für Arbeit kam sie zu den Joblingen, einem Programm, dass jungen Menschen unter anderem dabei hilft die richtige Ausbildung zu finden. Bei den Joblingen lernte Nadja verschiedene Berufsfelder praktisch kennen. Dabei stellte sie fest, dass ihr die Elektrotechnik überraschend viel Spaß macht. Mithilfe der Joblinge gelange sie zu einem Praktikum bei Siemens Energy.

Im Praktikum überzeugte Nadja so sehr, dass sie direkt im Anschluss ihren Ausbildungsvertrag als Mechatronikerin unterschreiben konnte. Eine Erfolgsgeschichte, die zeigt: Ein Studienabbruch ist kein Ende, sondern oft ein neuer Anfang. Über den Werdegang von Nadja berichtete sogar der MDR.

Finde heraus, welcher Beruf zu dir passt

Nach einem Studienabbruch hast du in der eines, Zeit! Denn häufig dauert es noch ein wenig bis neue Studiengänge, oder Ausbildungen anfangen. Wenn du also die obenstehenden Fragen für dich beantwortet hast, geht es daran genau herauszufinden, wo es dich in Zukunft hinzieht. Ein guter Weg das herauszufinden, geht über Praktika.

Suche dir Berufe die dich interessieren und verschicke Initiativbewerbungen für zwei bis vier Wochen (abhängig von der Zeit die dir noch bleibt), um das Berufsfeld besser kennenzulernen.

Ein echtes Plus: Wir unterstützen dich bei der Suche nach einem Praktikums- und Ausbildungsplatz. Über uns erreichst du bis zu 120 Unternehmen aus den Bereichen:

Und noch ein Plus: Nach einem Ausbildungsabschluss stehen dir eine Menge Karrierewege offen – bis zum Master Professional. In vielen Fällen können sich Ex-Studentinnen und Ex-Studenten Leistungen aus der Uni oder Hochschule anerkennen lassen. Oder die Ausbildung kann verkürzt werden.

Es lohnt sich also wirklich, bei der beruflichen Neuorientierung über eine duale Ausbildung als Alternative nachzudenken.

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19.12.2025

Wie wird man Ausbilder? Alle Infos zum Ausbilderschein

Ausbilder oder Ausbilderin werden, klingt einfach, oder? Man vermittelt Wissen an andere. Doch die Realität ist nicht so trivial, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit dem Ausbilderschein können Sie nämlich weitaus mehr machen als nur „Ausbilden“. Denn es geht auch um das davor, das danach und das dazwischen. Vorbereitung und Planung gehören genauso zu den Aufgabengebieten des Ausbilders, wie die Vermittlung von Fachwissen an die nächste Generation. Wie die Weiterbildung zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung abläuft und welche beruflichen Potentiale in ihr liegen, erfahren Sie im folgenden Magazin.

Was ist der Ausbilderschein?

Der Ausbilderschein nach Ausbilder-Eignungsverordnung, kurz AEVO berechtigt Sie dazu, die betriebliche Ausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in in Ihrem Beruf zu übernehmen. Mit dem Ausbilderschein, auch AdA-Schein genannt, weisen Sie nach, dass Sie die persönlichen, methodischen und didaktischen Voraussetzungen für die Wissensvermittlung im Betrieb erfüllen.

Welche Aufgaben kann man mit dem Ausbilderschein übernehmen?

Wer glaubt, dass man mit dem AdA-Schein nur die fachliche Wissensvermittlung übernimmt, unterschätzt die Weiterbildung gewaltig. In einem großen Konzern sind für die Ausbildung meist mehrere Personen mit klaren Aufgabenbereichen verantwortlich. Beispielsweise: Ausbildungsplaner, Recruiter, Koordinatoren für Berufsschulen und Verbundpartner. Und jetzt stellen Sie sich einen kleinen Industriebetrieb vor: Wer übernimmt all das? Genau, der Ausbilder oder die Ausbilderin. Vom ersten Bewerbungsgespräch bis zur Organisation der Abschlussprüfung.

Was viele nicht wissen: Auch die Fachkräfte im Konzern, die sich um Planung oder Recruiting kümmern, benötigen in der Regel den Ausbilderschein. Es gibt also nicht das eine Aufgabenfeld, das man mit Ausbilderschein übernehmen kann. Vielmehr eröffnen Sie sich Möglichkeiten vom strategischen Planer über den Vollzeitausbilder bis hin zum Allrounder.

Welche Voraussetzungen braucht man, um Ausbilder zu werden?

Ausbildungsplanung, Personalentscheidungen und dann noch eine Vorbereitung auf die Abschlussprüfung abliefern. Klingt nach hohen Voraussetzungen, oder? Wir können Sie beruhigen, als Ausbilder oder Ausbilderin benötigen Sie keine speziellen pädagogischen Vorkenntnisse, kein Studium und keine langjährige Berufserfahrung. Alles, was Sie brauchen, ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsaus­bildung in einem anerkannten Beruf.

Alles weitere erwerben Sie in den Vorbereitungskursen für den AdA-Schein. Generell sind sie als Ausbilder kein Lehrer oder Lehrerin. Sie sind eher ein Lernprozessbegleiter, der die Auszubildenden zum selbstgesteuerten Lernen anleitet.

Die Voraussetzungen zusammengefasst:

Was Sie brauchen:Was Sie nicht brauchen:
Motivation und Begeisterung für die berufliche AusbildungLangjährige Berufserfahrung
Erfolgreich abgeschlossene Berufsaus­bildungPädagogischen Abschluss
Vorbereitenden AdA-Kurs zur Erlangung von berufs- und arbeits­pädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenMeister-Titel oder ähnliche Qualifikationen

Wenn Sie wollen, ist eine Weiterbildung zum Ausbilder, bzw. zur Ausbilderin, bereits kurz nach Abschluss Ihrer eigenen Ausbildung möglich. Denn es geht weniger um formale Voraussetzungen, sondern um Ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Ihr Vorteil

Karriere-Booster – Der Ausbilderschein öffnet Ihnen Türen in der Ausbildung, ebnet erste Schritte in Richtung einer Führungsposition und erhöht die Chancen für mehr Gehalt

Lebenslang gültig – Einmal gemacht, für immer gültig. Exklusiv für Absolventen der ZAW Leipzig: Auffrischungen über Ausbilder-Netzwerk

Vorbereitung auf Meister – Der AdA-Schein sichert Ihnen die Grundlage für die Zulassung zur Meisterprüfung.

Führungskompetenzen – Sie erwerben gefragte Kenntnisse zur Gesprächsführung, Mitarbeitermotivation, Strukturierung von Tätigkeitsfeldern und Delegation von Aufgaben, die Sie auch außerhalb der Ausbildung weiterbringen.

Der Vorbereitungskurs auf den Ausbilderschein vermittelt Ihnen vor allem die Do‘s und Don’ts für einen pädagogisch sinnvollen und rechtssicheren Umgang mit Auszubildenden. Darauf aufbauend können Sie Ihren ganz eigenen Lehrstil entwickeln.

Karrierechancen erhöhen und Zukunft Aus Wissen ermöglichen

Finden Sie Ihren Vorbereitungskurs auf die AEVO-Prüfung an der ZAW Leipzig. Wählen Sie aus Online-, berufsbegleitenden und Vollzeit-Varianten und gestalten Sie die berufliche Entwicklung Ihrer Auszubildenden aktiv mit.

Wie lange dauert die Ausbildung für den Ausbilderschein?

Die Weiterbildung für den Ausbilderschein dauert je nach Durchführungsart zwei Wochen in Vollzeit oder drei Monate mit jeweils zwei berufsbegleitenden Terminen pro Woche.

Damit Sie sich auf verschiedene Lerntypen bei Auszubildenden, das Planen und Durchführen von Unterrichtseinheiten besser einstellen können, setzt die Weiterbildung bei der ZAW Leipzig auf eine intensive Praxisphase. Im Bildungszentrum der IHK zu Leipzig ist man überzeugt, dass eine längere Vorbereitung mit variierenden praktischen Übungen dazu führt, dass Sie als Ausbilder, oder Ausbilderin, in unterschiedlichen Situationen sicherer reagieren und sich auf verschiedene Lernweisen vorbereiten können.

Wie läuft die Weiterbildung zum Ausbilder ab?

Die Ausbildung der Ausbilder besteht aus zwei Teilen: einem Theorie- und einem Praxisteil. Der Theorieteil dient der Vermittlung pädagogischer Konzepte, Handlungsfelder und rechtlicher Rahmenbedingungen. Im Praxisteil werden Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen und Phasen der Ausbildung trainiert.

Der Theorie-Teil

Was darf ein Lernprozessbegleiter? Welche Rechte und Pflichten haben Azubis? Wie erstelle ich einen Ausbildungsplan? Der Theorieteil der AdA-Schein-Ausbildung liefert die passenden Antworten. Neben rechtlichen und pädagogischen Inhalten erhalten Sie zudem anwendungsbezogenes Fachwissen aus den Handlungsfeldern der Ausbildung:

  • Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Handlungsfeld 2: Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  • Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen
  • Handlungsfeld 4: Ausbildung abschließen

Der Praxis-Teil

Der Praxisteil bildet das Herzstück Ihrer Vorbereitung: Hier üben Sie, wie Sie die theoretischen und pädagogischen Konzepte der vier Handlungsfelder sicher in echten Ausbildungssituationen anwenden. Dabei gilt die Regel: Je mehr Sie trainieren, desto souveräner werden Sie. Denn in der Prüfung und im Alltag gibt es keine zweite Chance für Rückfragen bei Ihrer Trainerin bzw. Ihrem Trainer.

Deshalb dauert die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung bei der ZAW Leipzig bewusst länger als vergleichbare Vorbereitungskurse. Das Zentrum für Aus- und Weiterbildung setzt auf intensives Training statt reiner Theorie. Mit dem Ergebnis: Mehr Routine und mehr Selbstvertrauen für Ihre Prüfung und den Ausbildungsalltag.

Wie läuft die Prüfung beim Ausbilderschein ab?

Die Ausbildereignungsprüfung besteht aus zwei Teilen: einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Der schriftliche Teil ist ein Multiple-Choice-Test mit etwa 70 bis 80 Fragen.

Beim mündlichen Teil haben Sie die Wahl zwischen einer Präsentation oder einer praktischen Prüfung, mit anschließendem Fachgespräch.

Welche Themenschwerpunkte hat die AEVO Prüfung?

In der Prüfung geht es darum, zu zeigen, dass Sie die vier Handlungsfelder der Ausbildung verinnerlicht haben. Im schriftlichen Teil erwarten Sie deshalb vor allem praxisnahe Fragen aus dem echten Leben.

Im mündlichen Teil der Prüfung will die Prüfungskommission dann sehen, wie Sie die Inhalte in Ihrem Tätigkeitsbereich umsetzen. Auftreten, Sicherheit und Engagement gehen dabei genauso in die Bewertung mit ein, wie die Anfertigung und Umsetzung des Ausbildungskonzeptes. Wer sich gut vorbereitet, überzeugt hier mit Fachwissen und Selbstvertrauen.

Schriftlicher Test

  • 70 bis 80 Fragen
  • Multiple Choice

Präsentation

  • Schriftliches Konzept
  • Präsentation der berufs­typischen Ausbildungs­situation

oder

Praktisch

  • Schriftliches Konzept
  • Häufig Unterweisung am Arbeitsplatz

Fach­gespräch

  • Besprechen der praktischen Unterweisung, bzw. der Präsentation

Veranstaltungs­empfehlung

Sie wollen auch nach dem Ausbilderschein immer up-to-date bleiben? Das Ausbilder-Netzwerk bietet Ihnen dreimal im Jahr eine geeignete Plattform, um sich über aktuelle Themen der Ausbildung zu informieren und sich mit anderen Lernbegleitenden auszutauschen.

Präsenz oder Online? Warum Präsenz in Leipzig klare Vorteile hat

Online-Kurse sind praktisch und flexibel, keine Frage. Doch Präsenzkurse in Leipzig liefern entscheidende Mehrwerte, die digitale Formate nicht ersetzen können. Hier erproben Sie Ausbildung hautnah: Gruppenarbeiten lassen sich dynamischer gestalten, und Sie profitieren von innovativen Methoden wie Virtual-Reality-Brillen für empathische Gesprächsführung oder dem Einsatz von LEGO® Serious Play zur Optimierung von Lern- und Ausbildungsprozessen. Diese praxisnahen Erlebnisse geben Ihnen nicht nur Wissen, sondern helfen Ihnen, Ihren individuellen Ausbildungsstil zu entwickeln, mit dem Sie zukünftige Fachkräfte begeistern und nachhaltig motivieren.

Fazit: Zeigen Sie, was in Ihnen steckt!

Wie sinnvoll ist der Ausbilderschein? In Zeiten des Fachkräftemangels bietet er große Potenziale, sich als qualifizierte Fachkraft besser zu positionieren. Besonders junge Fachkräfte profitieren von der Weiterbildung, da sie nicht nur die Grundlage für den Meister schaffen, sondern auch Arbeitgebern Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft zeigen, ein echter Karrieremotor für die Zukunft.

Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen, starten Sie Ihre Weiterbildung bei der ZAW Leipzig. Profitieren Sie von praxisnahen Präsenzkursen, modernen Methoden und einer optimalen Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung.

Jetzt informieren und durchstarten!

FAQ Die wichtigsten Fragen zum Ausbilderschein

Wie meldet man sich zur AEVO-Prüfung an?

Die Prüfungsanmeldung sowie die Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen erfolgen durch die für Sie zuständige IHK. Dabei ist zu beachten, dass die Verfahren von Kammer zu Kammer variieren können.

Für Teilnehmende aus dem Kammerbezirk Leipzig

Mit dem Fortbildungs-Infocenter haben Sie als Teilnehmer einer Fortbildungsprüfung alle wichtigen Daten rund um ihre Prüfung, wie z.B. Informationen zur Anmeldung, zu Prüfungsterminen und -ergebnissen jederzeit bequem per Smartphone, Tablet oder PC mit dabei.

Anmeldungen zur AEVO-Prüfung sind ausschließlich über das Fortbildungs-Infocenter möglich. Es werden keine Anmeldeformulare mehr akzeptiert.

Weitere Informationen zur Prüfung und zur Anmeldung im Fortbildungs-Infocenter entnehmen Sie der Webseite der IHK zu Leipzig.

Was kostet der Ausbilderschein?

Die Kosten variieren je nach Kursformat und Länge der Weiterbildung. Präsenzkurse sind oft etwas teurer, bieten aber mehr Praxis.

Aktuelle Preise zu den jeweiligen Angeboten finden Sie auf den Seiten der Kurse:

Praxisnähe ist ein zentraler Bestandteil aller Bildungsangebote an der ZAW Leipzig. Unsere Überzeugung: Je intensiver und abwechslungsreicher die praktische Vorbereitung, desto sicherer und flexibler reagieren Sie später als Ausbilder in unterschiedlichen Situationen. Durch vielfältige Übungen lernen Sie, sich auf verschiedene Lernstile einzustellen und individuelle Lösungen zu finden.

Zusätzlich fallen Prüfungskosten an, die je nach zuständigem Kammerbezirk variieren können.

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Bei der ZAW Leipzig umfassen die Kurse je nach Durchführungsart 88 oder 92 Unterrichtsstunden (Online oder Präsenz). Das sind bei einem berufsbegleitenden Kurs etwa 13 bis 15 Wochen, bei der Vollzeitvariante zwei Wochen.

Kann der AdA-Schein mit anderen Weiterbildungen kombiniert werden?

Ja, wenn Sie beispielsweise eine Weiterbildung zum Meister planen, können Sie beide Weiterbildungen an der ZAW Leipzig als Paket buchen. Ihr Vorteil: beide Weiterbildungen können Sie so über das Aufstiegs-BAföG mit bis zu 75 % gefördert werden.

Wenn Sie Interesse an einer kombinierten Lösung für Ihre berufliche Zukunft haben, dann melden Sie sich gerne bei der verantwortlichen Weiterbildungsmanagerin für Meisterkurse, Nadine Ahlendorf.

Wie bestehe ich die Ausbildereignungsprüfung?

Die Ausbildereignungsprüfung besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Test, die unabhängig voneinander mit jeweils 50 % bestanden werden müssen. Der schriftliche Teil dauert 180 Minuten und enthält etwa 80 bis 90 Multiple-Choice Fragen. Die Bearbeitungszeit des mündlichen Teils beträgt 30 Minuten. Die Bewertung hängt zu jeweils 25 % vom Konzept und vom Fachgespräch ab. Weitere 50 % entfallen auf die Realisierung.

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17.12.2025

Weiterbildungs­förderung

Du denkst darüber nach, dich beruflich weiterzuentwickeln oder neue Karrierewege einzuschlagen? Gute Entscheidung – denn Weiterbildung bringt dich nicht nur fachlich, sondern oft auch finanziell weiter. Und das Beste: Du musst die Kosten dafür in vielen Fällen nicht allein tragen.

Weiterbildung kann teuer sein – aber es gibt zahlreiche Förderprogramme, die dich dabei unterstützen. Wir haben die wichtigsten Förderungen ab 2026 kompakt für dich zusammengefasst.

Wie finanziere ich meine Weiterbildung?

Eine Weiterbildung ist eine Investition in deine Zukunft – und wie bei jeder Investition stellt sich die Frage: Wie lässt sie sich finanzieren?

Vielleicht hast du bereits etwas zur Seite gelegt oder dein Arbeitgeber unterstützt dich mit einem Weiterbildungsbudget. Aber selbst, wenn nicht: Du bist nicht auf dich allein gestellt. In Deutschland gibt es verschiedene Förderprogramme, die dich finanziell entlasten können. Diese Förderprogramme stehen dir 2026 zur Verfügung:

  • Bildungsgutschein
  • Aufstiegs BAföG
  • Meisterbonus
  • Weiterbildungs­stipendium
  • Bundesförderungs­dienst (BFD) der Bundeswehr

Welche Weiterbildung lohnt sich?

Stell dir vor: Du hast gerade deine Ausbildung abgeschlossen, dein erster Job läuft und du willst mehr – Verantwortung, Wissen, Gehalt. Der Wunsch nach Weiterbildung ist da, aber das Budget ist knapp. Verständlich.

Gerade in dieser Phase klingt es verlockend, sich für den Kurs zu entscheiden, der am meisten gefördert wird. Doch: Die beste Förderung bringt wenig, wenn der Kurs nicht zu deinen Zielen passt. Ob „Technischer Fachwirt“ oder „Industriemeister“ mit zusätzlichem Meisterbonus – entscheidend ist, was dich langfristig weiterbringt.

Unser Tipp: Schau nicht nur auf den Preis, sondern auf deinen Plan. Wo willst du in 3 oder 5 Jahren stehen? Welche Weiterbildung bringt dich dorthin?

Und falls die passende Weiterbildung gerade nicht in dein Budget passt: Kein Grund, sie aufzuschieben. Die ZAW Leipzig bietet dir eine zinslose Ratenzahlung – ganz ohne Aufpreis. So kannst du deine Weiterbildung Schritt für Schritt finanzieren, während du bereits an deiner Zukunft arbeitest.

Wann sollte eine Förderung beantragt werden?

Idealerweise informierst du dich über die Förderung, bevor du dich für einen konkreten Kurs anmeldest. Denn viele Förderprogramme – wie für Umschulungen oder Meister-Kurse – haben feste Fristen oder bestimmte Voraussetzungen.

Unser Tipp: Informiere dich frühzeitig – am besten schon bei der Auswahl deiner Weiterbildung – welche Fördermöglichkeiten für dich infrage kommen und wie du sie beantragen kannst.

Bildungsgutschein für Beschäftigte und Arbeitssuchende

Manchmal verändert sich das Leben – und plötzlich passt der alte Job nicht mehr zur neuen Realität. Vielleicht machen dir gesundheitliche Beschwerden wie chronische Rückenschmerzen den Büroalltag schwer. Oder du spürst, dass du beruflich feststeckst und dich weiterentwickeln musst. In solchen Momenten braucht es neue Perspektiven – und genau hier setzt der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit an.

Mit dem Bildungsgutschein kannst du eine anerkannte Weiterbildung oder Umschulung absolvieren, ohne dir Sorgen um die Finanzierung machen zu müssen. Die Förderung deckt bis zu 100 % der Kosten – von den Lehrgangsgebühren über Fahrtkosten bis hin zu Prüfungsgebühren.

Du kannst einen Bildungsgutschein erhalten, wenn du:

  • arbeitslos bist oder von Arbeitslosigkeit bedroht,
  • oder deine aktuelle Tätigkeit aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr ausüben kannst.

150 € Weiterbildungsgeld monatlich on top

Wie erhalte ich das Weiterbildungsgeld? Wenn du an einer Umschulung teilnimmst, kannst du zusätzlich ein Weiterbildungsgeld in Höhe von 150 € pro Monat erhalten – anrechnungsfrei und direkt von der Agentur für Arbeit.

2.500 € Bildungsprämie für bestandene Prüfungen

Wie erhält man die Bildungsprämie? Bei Umschulungen mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren kannst du dir eine Bildungsprämie von bis zu 2.500 € sichern:

  • 1.000 € für die bestandene Zwischenprüfung (wenn gesetzlich vorgeschrieben)
  • 1.500 € für die bestandene Abschlussprüfung

Die Nachweise reichst du einfach bei deiner zuständigen Agentur für Arbeit ein.

Die wichtigsten Fakten zum Bildungs­gutschein

Was wird gefördert? – Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten, ggf. weitere Auslagen von AZAV zertifizierten Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen.

Wer wird gefördert? – Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen und weiterbildungswillige Arbeitnehmer.

Wie hoch ist die Förderung? – In der Regel bis zu 100 % der Kosten

Wo muss der Bildungsgutschein beantragt werden? – Bei der Agentur für Arbeit

Aufstiegs-BAföG: Der Karrieremotor mit 75 % Förderung

Du willst den nächsten Schritt machen – zum Fachwirt, Meister oder Betriebswirt? Dann ist das Aufstiegs-BAföG genau das Richtige für dich.

Es fördert deine Weiterbildung zum Bachelor Professional oder Master Professional – unabhängig von deinem Alter oder Einkommen.

Gefördert werden bis zu 15.000 € für Kurs- und Prüfungsgebühren:

  • 50 % Zuschuss direkt beim Kursstart
  • 50 % Darlehenserlass, wenn du die IHK-Prüfung bestehst

Für Vollzeit-Weiterbildungen kannst du zusätzlich Unterstützung für Lebensunterhalt und Kinderbetreuung erhalten.

Ausblick: Gibt es bald mehr Aufstiegs-BAföG? Das zumindest versprechen die geplanten Reformen des Förderprogramms. Leider liegen die Pläne seit Anfang 2025 auf Eis. Geplant ist unter anderem eine Erhöhung des Gesamtfördersatzes von 75 % auf 80 %. Wann die Reformen umgesetzt werden, ist also aktuell noch unklar.

Die Wichtigsten Fakten zur Förderung:

Was wird gefördert? –Aufstiegsfortbildungen zum Bachelor- und Master-Professional

Wer wird gefördert? – Alle – unabhängig vom Alter und Einkommen

Wie hoch ist die Förderung? – 75 % der Kosten (max. 15.000 €)

Wo muss das Aufstiegs-BAföG beantragt werden? – In Sachsen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB).

Meisterbonus: Weiterbildung clever finanzieren

Klingt fast zu gut, um wahr zu sein – ist aber Realität: Mit der Kombination aus Aufstiegs-BAföG und dem Meisterbonus kannst du deine Weiterbildung komplett finanzieren.

In Sachsen erhalten alle, die ihre Meisterprüfung erfolgreich abschließen, einen Bonus von 2.000 €. Ein typischer Meisterkurs bei der ZAW Leipzig kostet nach Abzug des Aufstiegs-BAföGs weniger als 1.750 €. Das heißt: Deine Weiterbildung ist nicht nur bezahlt – du bekommst sogar noch einen kleinen Bonus für deinen Einsatz.

Wie beantrage ich den Meisterbonus?

Den Meisterbonus beantragst du über die Industrie- und Handelskammer bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Wichtig: Der Antrag muss innerhalb eines Jahres nach bestandener Prüfung gestellt werden. Die Auszahlung der Förderung hängt aktuell von der Bewilligung der Haushaltsmittel ab.

Welche Länder zahlen Meisterbonus?

Der Meisterbonus ist eine Länderförderung – das heißt, nicht jedes Bundesland bietet ihn an. Aktuell gibt es ihn (oder vergleichbare Programme) in:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

Die Höhe der Förderung kann je nach Bundesland variieren.

ZAW-Leipzig Treuebonus: 10 % für Wiederkehrer

Du hast bereits eine Weiterbildung zum Bachelor Professional an der ZAW Leipzig abgeschlossen? Dann bekommst du für deinen nächsten Schritt als (Technischer) Betriebswirt 10 % Rabatt auf den Kurspreis. Ein kleines Dankeschön für dein Vertrauen und Engagement.

Teilnehmer werben Teilnehmer: Gemeinsam weiterkommen

Du bist aktuell in einer Weiterbildung bei der ZAW Leipzig? Dann erzähl deinen Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Verwandten davon! Für jede erfolgreiche Empfehlung erhältst du einen Amazon-Gutschein, den du z. B. für Lernmaterialien nutzen kannst.

20,00 €

für Kurse ab 250,00 €

50,00 €

für Kurse ab 500,00 €

100,00 €

für Kurse ab 1.000,00 €

350,00 €

für Kurse ab 3.000,00 €

450,00 €

für Kurse ab 5.000,00 €

Ein Kompass für Selbstständige

Selbstständige, die ihren Lebensunterhalt allein oder mit höchstens einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter bestreiten, stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Wirtschaftlicher Wandel und Digitalisierung treffen besonders Kleinstunternehmen.

Mit der KOMPASS-Förderung gibt es jetzt eine gezielte Unterstützung. Sie hilft Solo-Selbstständigen, sich durch Qualifizierung zukunftssicher aufzustellen, mit bis zu 4.500 Euro Förderung für alle, die seit mindestens zwei Jahren am Markt tätig sind.

Weiterbildungs­stipendium für junge Talente mit Ehrgeiz

Du hast deine Ausbildung mit Bravour abgeschlossen und bist unter 25 Jahre alt? Dann könnte das Weiterbildungsstipendium genau das Richtige für dich sein.

Es richtet sich an besonders engagierte Fachkräfte und fördert:

  • fachbezogene und fachübergreifende Weiterbildungen
  • berufsbegleitende Studiengänge
  • Zusatzqualifikationen, die auf deiner Ausbildung oder Tätigkeit aufbauen

Die Voraussetzungen sind simpel: Ein sehr guter Ausbildungsabschluss (mind. Note 1,9 oder 87 %) oder eine erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen Wettbewerb – beispielsweise bei den Energie-Scouts. Alternativ kannst du auch von deinem Arbeitgeber oder deiner Berufsschule vorgeschlagen werden.

Gefördert werden bis zu 9.135 € über drei Jahre – für Kursgebühren, Fahrtkosten, Prüfungen und Arbeitsmittel. Zusätzlich gibt es einen IT-Bonus von 250 € für einen neuen Computer im ersten Förderjahr.

Lohnt sich die Antragstellung?

Definitiv! Das Weiterbildungsstipendium ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch ein Türöffner für neue berufliche Perspektiven und ein starkes Netzwerk. Die Bewerbung ist kostenlos – nutze die Chance!

Die wichtigsten Fakten zum Weiterbildungs­stipendium

Was wird gefördert? – Maßnahme- und Prüfungskosten, Fahrtkosten, Arbeitsmittel

Wer wird gefördert? – Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung unter 25 Jahren und besonderer Leistung

Wie hoch ist die Förderung? – 9.135 € über drei Jahre

Wo muss das Weiterbildungsstipendium beantragt werden? – Je nach Ausbildungsberuf bei der zuständigen Stelle (z. B. Kammer oder Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung)

Bundesförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr – Brücke in die zivile Karriere

Der letzte Tag in Uniform – und dann? Für viele Soldatinnen und Soldaten beginnt mit dem Ende der Dienstzeit ein völlig neuer Lebensabschnitt. Der Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr sorgt dafür, dass dieser Übergang nicht zur Hürde, sondern zur echten Chance wird.

Denn der BFD unterstützt Soldatinnen und Soldaten auf Zeit (SaZ) sowie freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) beim Übergang ins zivile Berufsleben – während der Dienstzeit und bis zu sieben Jahre danach.

Hierzu stehen bundesweit über 800 Fachkräfte zur Verfügung, die mit Wehrdienstleistenden individuelle Karrierepläne erstellen. Mit enthalten:

  • individuelle Beratung zur Berufswahl
  • Organisation von Weiterbildungen, Umschulungen und Jobmessen
  • Vermittlung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen
  • Übernahme von Kosten für Vorstellungsgespräche, Umzüge oder Anerkennungen

Die wichtigsten Fakten zum BFD

Was wird gefördert? – Qualifizierung für den zivilen Arbeitsmarkt

Wer wird gefördert? – Soldatinnen und Soldaten (SaZ, FWDL)

Wie hoch ist die Förderung? – Abhängig von der Dauer der Dienstzeit

Wo muss der Bundesförderungsdienst beantragt werden? – Über die Beratungsstellen des BFD

Starte jetzt – deine Zukunft wartet nicht!

Ob du den nächsten Karriereschritt planst, dich neu orientieren willst oder einfach mehr aus deinem Potenzial machen möchtest: Die passende Weiterbildung und die richtige Förderung bringen dich weiter. Informiere dich jetzt über deine Möglichkeiten – und mach den ersten Schritt in eine Zukunft, die zu dir passt.

Lass dich beraten, finde deinen Kurs und sichere dir deine Förderung!

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14.07.2025

Mitarbeiter-Motivation: Was Sie als Führungskraft tun können

Um die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu stärken, braucht es nur eine Portion MOTIVATION! Doch wie geht das? Wie lässt sich die Motivation nachhaltig beeinflussen?

Wie zeigt sich Mitarbeitermotivation? Wer hat nicht schon mal Videos gesehen, von Rettungssanitätern, die stolz von ihrer 12-Stunden-Schicht erzählen, oder dem Manager, der zwischen seinen Arbeitszeiten noch unzählige andere Dinge tut und trotzdem seine Work-Life-Balance wahrt. Die Videos wecken häufig die Frage: Wie schaffen die das nur? Doch als Führungskraft stellt sich die Frage: Was motiviert diese Menschen?

Mitarbeiter-Motivation: Was treibt uns an?

Bei der Mitarbeiter-Motivation geht es darum, dass bestimmte Aspekte des Unternehmens oder die Führungskräfte die Mitarbeiter beeinflussen. Idealerweise wird das Verhalten der Mitarbeiter positiv beeinflusst. Die Motivation ist eine Triebkraft, die unter anderem durch das Verhalten der Führungskraft gelenkt wird.

Oftmals fragt man sich: Wann warst du das letzte Mal richtig motiviert? Aber eigentlich ist man jeden Tag motiviert, sonst könnte man die anstehenden Arbeitsprojekte nicht bewältigen. Wenn wir Arbeitsaufgaben lösen, um an das Ziel zu kommen, brauchen wir Motivation. Auch, damit damit wir bei Hindernissen nicht sofort aufgeben.

Arten von Motivation: extrinsisch oder intrinsisch

Zwei Arten von der Motivation gibt es, die extrinsische und die intrinsische. Bei der extrinsischen Motivation treibt uns ein äußerer Anreiz. Diese äußeren Anreize können Strafen oder Belohnungen sein. Auch mit einem Lob kann man sehr gut seine Wertschätzung zeigen und motivieren.

Extrinsische Motivation kennt man aus der Arbeitswelt meist in Form von Mitarbeiterevents oder Gehaltserhöhungen. Vielmals sprechen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom finanziellen Anreiz, als wichtigste Form der Motivation. Die Wirkung ist meist nur von kurzer Dauer – aus dem Grund ist sie nicht unbedingt eine geeignete Form.

Intrinsische Motivation kommt aus jedem selbst. So zum Beispiel, wenn die Arbeit Freude macht und sie für die Person eine Herausforderung ist. Wenn das Hobby der Beruf ist – dann ist die Motivation besonders hoch. Im Berufsleben ist das schwieriger, denn nicht alle Aufgaben machen Spaß und bereiten Freude.

Was motiviert Mitarbeiter am meisten?

Firmen, deren Mitarbeitende motiviert bei der Arbeit sind, haben mehr Spaß an der Arbeit, sind leistungsfähiger und bleiben dem Unternehmen erhalten. Eine gängige Praxis, dies zu erreichen, ist über Corporate Benefits (Zusatzleistungen), z.B. Firmenwagen, besondere Smartphones, Versicherungen, Erholungsbeihilfen, Gesundheitsförderung, Job-Tickets, Betriebsausflüge, Altersvorsorge, Sabbaticals, Weiterbildung oder E-Bike-Leasing.

Nicht nur für bestehende Mitarbeitende sind Corporate Benefits von Bedeutung, sondern auch für Bewerberinnen und Bewerber. Auf einem umkämpften Arbeitsmarkt bleibt das Gehalt sicherlich ein wichtiges Kriterium. Überzeugen und motivieren kann man möglicherweise eher durch Extraleistungen.

Doch beeinflussen Zusatzleistungen vor allem die extrinsische Motivation. Reicht das aus? Zudem gibt es regelmäßige Studien zur Mitarbeitermotivation (zum Beispiel von Heise Online oder Personalwirtschaft), die große Branchenunterschiede feststellen. Was motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Team oder in ihrem Unternehmen also wirklich?

Eine Beispielhafte Frage, welche der aufgelisteten Angebote man sich als Arbeitnehmer von seiner Firma wünschen würde. Zur Auswahl stehen: Obstkorb, Sabbatical, Ergonomische Arbeitsplätze,  Kinderbetreuungszuschüsse sowie eigene Angaben.

Ein Praxistipp, um die Mitarbeiter-Motivation zu verbessern

Der beste Weg, um eine Antwort zu bekommen, ist: Fragen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was sie motiviert. Aber Achtung! Die scheinbar einfache Frage bringt Führungskräfte nicht selten an ihre Grenzen. Denn es gibt keine einfachen Antworten, keine fertige Rezeptur oder schnelle Lösungen.

Mit der Frage beginnen Sie einen Prozess, dessen Ausgang offen ist. Sie müssen einerseits bereit sein für Kritik, Verbesserungen und einschneidende Veränderungen. Andererseits können sie diesen Prozess nur starten, wenn es für Sie möglich ist, Veränderungen umzusetzen.

Denn für die Mitarbeiter-Motivation ist es nicht gut, Erwartungen zu wecken und nicht zu erfüllen. Wagen Sie es trotzdem, die Frage nach der Zufriedenheit und Motivation ihrer Mitarbeiter zu stellen. Denn motivierte Mitarbeiter können Berge versetzen.

Was passiert, wenn Mitarbeiter unzufrieden sind?

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: plötzliche Kündigungen von wichtigen Mitarbeitenden, Burnout oder mentale Probleme, oder schlechte Bewertungen auf Kununu? Nicht selten liegt das an der schwindenden Bereitschaft, für einen Arbeitgeber tätig zu sein, oder an mangelnden Arbeitsplatzbedingungen.

Dennoch steckt mehr hinter dem Verhalten – nämlich Frust, fehlende Anerkennung und Wertschätzung. Wer das Gefühl hat, dass seine Arbeit nicht genug wertgeschätzt wird, ist weniger motiviert. Ab einem bestimmten Grad der Demotivation entsteht Frust.

Frust und Demotivation schaden der Gesundheit der Arbeitnehmer. Sie sind jedoch auch für das Unternehmen negativ. Denn sie wirken sich beispielsweise auf die Leistung der Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit aus.

Führungskräfte zur Mitarbeiter-Motivation weiterbilden

Um den Prozess zu mehr Motivation unter Mitarbeitern zu starten und zu steuern, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Natürlich gibt es dazu viele Weiterbildungen, auch bei der ZAW Leipzig:

Mit einer Weiterbildung erhält man einen wertvollen Methodenkoffer. Das ist die Basis.

Suchen Sie auf jeden Fall den Erfahrungsaustausch mit anderen Führungskräften. Dabei ist das Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem eigenen Unternehmen genauso wichtig wie mit externen Gesprächspartnern. Gerade wenn es mal kompliziert wird, ist eine neutrale Meinung oder eine andere Sichtweise von hohem Wert.

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16.06.2025

Ausbildungsmarketing: Tipps für die erfolgreiche Azubi-Suche

Ausbildungsmarketing hat Hochkonjunktur. Die Zahl der Ausbildungsplätze steigt, die nicht vergeben werden können. Lesen Sie, was gute und bewährte Wege sind, um potenzielle Azubis für Ihr Unternehmen zu begeistern.

Fährt man durch die Straßen Leipzigs, könnte der Eindruck entstehen, sie sind die begehrtesten Personen der Stadt: Auszubildende! Firmenwagen sind mit Suchanzeigen unterwegs. Plakate werben mit coolen Sprüchen um die Gunst der Jugendlichen. Wo sind sie?

Stefan Kneifl betreut Unternehmen in der Region Leipzig, die im Rahmen der Verbundausbildung Ihre Azubis bei der ZAW Leipzig in den Berufsfeldern Metall, Lager und Elektrotechnik ausbilden. Auch bei seiner täglichen Arbeit kommt immer wieder die Frage auf: „Wie finde ich Auszubildende für das kommende Ausbildungsjahr?“

Was sind geeignete Wege im Ausbildungsmarketing?

Wenn Sie im Ausbildungsmarketing tätig sind, kennen Sie in der Regel die üblichen Wege zur Ansprache junger Talente. Dennoch stellen auch Sie sich sicherlich regelmäßig die Frage: Wie finde ich geeignete Interessenten für offene Ausbildungsstellen? Stefan Kneifl rät sich zuerst die Frage zu stellen: Wie erreiche ich überhaupt Jugendliche, Schüler und Schülerinnen? Die kommende Generation lebt auf Sozialen Medien. Hier sind sie mit 3-4 Stunden Nutzungsdauer pro Tag Spitzenreiter vor allen anderen Generationen. Doch welche Kanäle sind hier wichtig?

Welche Kanäle eignen sich besonders?

Mit dieser Frage beschäftigte sich auch eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung. Sie fand heraus, dass nach Instagram (58%) YouTube (47%) die beliebteste Plattform zur Ausbildungssuche ist, doch nur die wenigsten Unternehmen hier aktiv sind (18%).

Neben der Wahl des richtigen Kanals ist im Azubi-Recruiting und Employer Branding auch eine passende Strategie gefragt. An dieser Stelle empfiehlt Stefan Kneifl einen guten Mix aus kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen. Dabei wirken die kurzfristigen Maßnahmen, wie Social-Ads, unterstützend zu Ihren langfristigen Maßnahmen, z.B. Ihrem Social-Media-Auftritt.

Wie überzeuge ich Azubis von meinem Unternehmen?

Bedeutet das, dass man das Ausbildungsmarketing nur noch auf digitale Medien ausrichten sollte? Nein, sagt Stefan Kneifl:

Verstehen Sie Ihre medialen Plattformen eher als einen Schaukasten, der Einblick in Ihr Unternehmen bietet. Denn nicht alle Jugendlichen haben neben Schule und Prüfungen die Möglichkeit, mehrere Praktika zu absolvieren, um herauszufinden, was für sie der richtige Weg ist. Zudem fehlen häufig klare Einblicke in Berufe, da kann der vorab Einblick in ein Unternehmen sehr hilfreich sein.

Ziel des Ausbildungsmarketings sollte es deshalb sein, durch transparente Kommunikation über soziale Medien Vertrauen aufzubauen und authentische Einblicke zu ermöglichen. Auf Messen und durch Praktika können Sie anschließend final von sich überzeugen.

Stefan Kneifl hat seine Erfahrungen zusammengefasst, mit welchen Maßnahmen Sie das bei Jugendlichen erreichen:

Informationsbarrieren abbauen

  • Plattformübergreifende Inhalte zur Ausbildung (z.B. über Ausbildungsablauf oder Projekte)
  • Die richtigen Kanäle für Eltern/ Jugendliche wählen
  • Feedback und Erfahrungsberichte von Azubis veröffentlichen
  • Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen aufzeigen

In lokalen Netzwerken engagieren

  • Teilnahme an Kampagnen wie „Schau rein!“, Girl´s Day/ Boy´s Day
  • Kontakte zu Kammern/Verbänden nutzen (z. B. kostenlose Stellenanzeigen, Aktionstag Lehrstellen)
  • Kooperationen mit Schulen (Praktika anbieten, Unternehmen im Rahmen der Berufsorientierung vorstellen)
  • Kontinuierlich lokales Ehrenamt unterstützen

Synergien nutzen am Beispiel der Energie Scouts

Eine weitere Möglichkeit, wie Sie ein gutes Ausbildungsmarketing aufbauen, ist über Azubi-Wettbewerbe. Sie Signalisieren Ihren Interessenten, dass Sie eine Abwechslungsreiche Ausbildung bieten und vertrauen gegenüber Ihrem zukünftigen nachwuchs haben.

Einer dieser Wettbewerbe sind die „Energie-Scouts“, bei dem Auszubildende Maßnahmen zur CO²-Reduktion erstellen. Mit pfiffigem und crossmedialem Storytelling können Sie Einblicke in die Ausbildung liefern und senken nebenbei noch Energiekosten und Ihren CO₂-Ausstoß.

Auf diese Weise konnte unser Verbundpartner URSA seinen CO₂-Ausstoß um 238,9 Tonnen pro Jahr senken. Das ist gut für die Umwelt, das Ausbildungsmarketing und auch für das Unternehmensimage.

Vereinfachen Sie den Bewerbungsprozess

Eine weitere Maßnahme, die am Ende des Entscheidungsprozesses Ihrer zukünftigen Azubis anknüpft, ist die Bewerbung an sich. Unterstützen Sie Ihre Bewerber und Bewerberinnen, indem Sie Hürden im Bewerbungsprozess abbauen und auf neue Verfahren, wie Bewerbungen über Instagram und WhatsApp, zurückgreifen.

Wie spreche ich die Azubis von morgen an?

Ganz wichtig ist es, die aktuellen Auszubildenden und junge Fachkräfte in das Ausbildungsmarketing einzubeziehen. Sie kennen die Zielgruppe:

  • Sie wissen, was den Jugendlichen wichtig ist.
  • Sie können ihre Erfahrungen glaubwürdig teilen und mit konkreten Beispielen belegen
  • Sie kennen den Alltag bestens – im Unternehmen genauso wie in der Berufsschule.
  • Sie können gute Tipps geben, wie die Bewerbung gelingt.
  • Und: Sie können Unsicherheiten der Jugendlichen entkräften und Bedenken widerlegen

Gute Erfahrungen an die zukünftigen Azubis weiterzugeben, ist die beste Grundlage für das Ausbildungsmarketing und eine echte Referenz für die Ausbildung in Ihrem Unternehmen.

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23.04.2025

Wie wird man Teamleiter?

Teamleiterin oder Teamleiter zu werden, ist für viele ein berufliches Ziel und oft der erste Schritt in Richtung einer erfolgreichen Führungskarriere. Sie übernehmen nicht nur Verantwortung für ein Team, sondern beeinflussen auch maßgeblich den Erfolg eines Projektes oder Unternehmensbereichs. Der Weg in eine Führungsposition ist allerdings nicht vordefiniert, und es gibt mehrere Möglichkeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Doch wie wird man eigentlich Teamleiter?

Steckbrief: Teamleiter

Aufgaben: Planung, Organisation, Mitarbeiterführung, -motivation und Kommunikation

Eigenschaften: Empathie, Kommunikationsstärke, Entscheidungsfreude und Verantwortungs­bewusstsein

Voraussetzungen: Erfahrung, Weiterbildung

Definition: Teamleiter

Ein Teamleiter ist eine Führungskraft, die für die Leitung eines Teams zuständig ist. Die Aufgaben der Teamführung reichen von der Organisation und Steuerung von Arbeitsabläufen über die Motivation von Mitarbeitenden bis hin zur Kommunikation mit anderen Fachbereichen sowie höheren Führungsebenen. Die Teamleiterin/ Der Teamleiter agiert dabei als Bindeglied zwischen den Teammitgliedern, der Geschäftsführung oder anderen Teams und Abteilungen.

Wie man ein Team Leitet – Welche Aufgaben hat ein Teamleiter?

Ein Teamleiter trägt eine Menge Verantwortung, sowohl für die Umsetzung von Projekten als auch für die Tätigkeit und das Wohlergehen seiner Mitarbeitenden. In der Regel übernehmen sie in größeren Abteilungen Abschnitte des Arbeitsprozesses, beispielsweise die Qualitätssicherung in der Vorproduktion von Industriebetrieben. Zu den grundlegenden Aufgaben gehören:

  • Planung und Organisation: Der Teamleiter sorgt dafür, dass Arbeitsprozesse effizient ablaufen und Projekte termingerecht abgeschlossen werden.
  • Führung und Motivation: Er ist zuständig für die Mitarbeitermotivation und die Weiterentwicklung, zum Beispiel zu neuen Prüfverfahren, im Team.
  • Kommunikation: Über einen regelmäßigen Austausch mit seinen Teammitgliedern und anderen Abteilungen, wie Lager und Endproduktion, stellt eine Leiterin/ ein Leiter eines Teams sicher, dass alle Informationen klar und effizient übermittelt werden.
  • Problemlösung: Bei Problemen im Team oder der Produktion ist der Teamleiter gefragt, Lösungen zu finden und gegebenenfalls andere Entscheidungsträger zu informieren.
Ein Teamleiter im Lager berät einen Mitarbeiter

Im Vergleich zu einem Projektmanager hat der Teamleiter eher eine kontinuierliche Verantwortung für die Leitung eines Teams. Ein Projektmanager hingegen leitet spezifische Projekte, wie die Implementierung eines neuen Prüfverfahrens, oft nur über einen begrenzten Zeitraum. Die Aufgaben in der Teamleitung sind also stärker auf das tägliche Management und die langfristige Entwicklung des Teams ausgerichtet. Somit wäre er bei unserem Beispiel für eine kontinuierliche Fortführung des Prüfverfahrens zuständig

Welche Eigenschaften hat ein Teamleiter?

Gute Arbeit hin oder her, nur weil jemand, beispielsweise bei der Materialprüfung, hervorragende Arbeit leistet, eignet sich diese Person nicht automatisch für eine Führungsposition. Vielmehr müssen Teamleiterinnen und Teamleiter bestimmte Eigenschaften mitbringen, um erfolgreich zu sein. Dazu gehören:

  • Empathie: Ein Teamleiter muss sich in die Lage seiner Mitarbeitenden versetzen können, ihre Bedürfnisse verstehen und entsprechend handeln.
  • Kommunikationsstärke: Klare und präzise Kommunikation ist sowohl innerhalb des Teams als auch gegenüber anderen Abteilungen oder der Geschäftsführung essentiell
  • Entscheidungsfreude: In vielen Fällen muss eine Führungskraft schnell und sicher Entscheidungen treffen, die das Team betreffen.
  • Verantwortungsbewusstsein: Als Leiterin/ Leiter eines Teams tragen Sie die Verantwortung für die Ergebnisse das Wohl der Mitarbeitenden im Team.

Aber kann wirklich jeder Führungskraft werden? Einige haben vielleicht gar keine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und anderen fehlt es an bestimmten Eigenschaften. Vor allem letzteres lässt sich hervorragend mit der richtigen Einstellung und gezieltem Training ausgleichen.

Wie finde ich meine persönlichen Eigenschaften heraus?

Ob Ihre persönlichen Eigenschaften für die Position als Führungskraft ausreichen finden Sie am besten über Feedbackgespräche mit Ihren aktuellen Vorgesetzten und der Personalabteilung heraus. Alternativ können Sie Ihre Persönlichkeitseigenschaften auch mit dem Online-Test von 16Personalities überprüfen, um einen ersten überblick zu erlangen.

Wie wird man Teamleiter?

Um Leiterin/ Leiter eines Teams zu werden, braucht es eine Kombination aus Berufserfahrung und Weiterbildung. In der Regel beginnen Sie damit in Ihrem Fachgebiet Erfahrung und Expertise zu sammeln, bevor Sie die Verantwortung für ein Team übernehmen. In unserem Beispiel der Qualitätskontrolle, wäre dies die Weiterbildung zum Industriemeister Metall. Besonders wichtig ist es, erste Führungserfahrungen zu sammeln. Dies kann die Übernahme von Teilprojekten bei Zertifizierungsmaßnahmen sein, genauso wie die Übernahme von Koordinationsaufgaben.

Vor allem für junge Fachkräfte, die sich nach dem Abschluss als Meister, Fachwirt oder Betriebswirt weiterentwickeln wollen, ist es sinnvoll, an einem Führungsseminar teilzunehmen. So können Sie die spezifischen Anforderungen einer Führungsrolle kennenlernen und von der Berufserfahrung der Dozierenden profitieren. Seminare wie „Vom Kollegen zum Vorgesetzten“ oder „Mitarbeiterführung: Einstieg“ bieten wertvolle Kenntnisse von der Kommunikation und Konfliktlösung bis zur Mitarbeitermotivation, Zeitmanagement und Stressbewältigung.

Übernehmen Sie Verantwortung

Erlernen also auch Sie, wie Sie effizient und entspannt als Führungskraft agieren.

Was ist das beste Alter, um Führungskraft zu werden?

Natürlich gibt es nicht das „beste“ Alter, um Teamleiter zu werden – vieles hängt von den individuellen Karrierezielen, Erfahrungen und der aktuellen Lebenssituation genauso wie dem jeweiligen Unternehmen ab, das einen beschäftigt. Studien zeigen jedoch, dass viele Führungskräfte im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren die Verantwortung für ein Team übernehmen. Das hat zwei Gründe:

  1. In dem Alter hat man in der Regel ein gewisses Maß an Berufserfahrung gesammelt und
  2. hohe Motivation, sich beruflich weiterzuentwickeln .

Allerdings kann der Weg in eine Führungsposition auch schneller gehen, vor allem, wenn Sie gezielt an Ihrer Entwicklung arbeiten und nach Weiterbildungen zum Fachwirt, Meister oder Betriebswirt weitere Seminare zur Mitarbeiterführung nutzen, um Ihre Karriere mehr in Fahrt zu bringen.

Wer sich früh weiterbildet, steigt schneller auf

Eine Umfrage des Bundesverbandes der Personalmanager aus dem Jahr 2023 zeigte, dass 60 % der befragten Führungskräfte ihre ersten Führungsaufgaben bereits im Alter zwischen 25 und 35 Jahren übernahmen. Besonders junge Fachkräfte, die sich nach ihrer Ausbildung oder einem Studium weiterbilden, steigen früher in Führungsrollen auf.

Fazit: Der Weg zur Teamleitung

Egal, ob Sie die Position als Teamleiterin und Teamleiter für die Qualitätssicherung in der Vorproduktion, für ein Social Media Team oder im Einkauf anstreben, eine Führungskraft zu werden, ist ein spannender und lohnender Schritt in Ihrer Karriere. Sie übernehmen nicht nur Verantwortung für Ihr Team, sondern können maßgeblich dazu beitragen, die Ziele Ihres Unternehmens zu erreichen. Dazu benötigt es Berufserfahrung, fachliche Voraussetzungen, wie einen Meisterabschluss, und weitere persönliche Fähigkeiten. Auch wenn nicht jeder diese Voraussetzungen mitbringt, muss das nicht gleich bedeuten, sein Ziel zu verwerfen.

Denn die gute Nachricht ist: Methodenkompetenz, fachliche Expertise und Persönlichkeitseigenschaften lassen sich trainieren. Sie eignen sich besonders für junge Fachkräfte, die sich schnell für Führungspositionen mit Personalverantwortung empfehlen wollen. Doch auch erfahrene Berufstätige sollten die Wirkung eines Führungsseminars für die eigene Persönlichkeitsentwicklung nicht unterschätzen, da sie Ihnen den Schritt vom Kollegen zum Vorgesetzten erleichtert.

Erlernen also auch Sie, wie man ein Team leitet – effizient und entspannt.

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18.03.2025

Zeitmanagement: Methoden zum effizienten arbeiten

Neue Technologien wie KI erleichtern Aufgaben und schaffen so mehr Zeit für neue Projekte oder die persönliche Weiterbildung. Wir haben uns mit unserer Dozentin Freya Peters zum Thema Zeitmanagement unterhalten. Mehr Zeit zu haben ist für sie erstmal schön und gut, dennoch sagt sie: „Wer seine Zeit nicht selbst einteilt, für den tun es andere.“ Für sie bringt Zeit alleine wenig, wenn sie ihre Herausforderungen und Meilensteine nicht selbst bestimmen kann.

Ist Zeitmanagement also nur ein Mythos, oder geht es bei dem Thema um mehr, als Aufgaben strukturiert in einen Terminkalender zu planen?

Bedeutung des Zeitmanagements

Für Freya Peters geht es beim Zeitmanagement weniger darum, jede Minute des Alltags durchzuplanen, sondern stets kluge Entscheidungen treffen zu können, wie Sie Ihre Zeit optimal nutzen und somit entspannter durch den beruflichen und privaten Alltag kommen.
Unsere Dozentin rät deswegen, sich bei neuen Aufgaben folgende Fragen vor Augen zu halten: Was ist wirklich wichtig? Was bringt mich voran – jetzt und in Zukunft? Was kann weg?

Diese Fragen sind ein erster Schritt, um den Blick auf persönlichen Ziele zu schärfen, seien es berufliche Ziele, wie eine Weiterbildung, oder private, wie das Training für einen Marathon. Durch diesen persönlichen Ansatz des Zeitmanagements verschiebt sich die Ansicht, dass wir lediglich versuchen, Zeit zu planen, dahin dass wir Selbstmanagement betreiben.

Ein Mann und eine Frau geben sich beim Training für einen Marathon ein high five

Herausforderungen im Zeitmanagement

Wenn wir nun davon ausgehen, dass es Ihr Ziel ist, sich beruflich weiterzubilden, dann drehen sich Ihre Gedanken sicherlich nicht nur um die Fortbildung an sich, sondern auch darum, wie Sie nach erfolgreichem Abschluss des Kurses weiter agieren. Wie viel Zeit stecken Sie in die Umsetzung? Sind wirklich alle Aspekte der Weiterbildung relevant? Wie gehen Sie damit um, wenn bei Ihrer Umsetzung etwas dazwischenkommt?

Diese und andere Herausforderungen können Ihren Zeitplan auf die Probe stellen. Wer dabei sein Selbstmanagement nicht unter Kontrolle hat, verliert schnell den Fokus für seine Ziele. Prokrastination und Stress sind dann die Folgen fehlender Selbstorganisation. Freya Peters hat hierfür ein klares Ziel: In jeder Situation reagieren zu können – beruflich und privat.

Typische Herausforderungen:

  • Ungeplante Aufgaben
  • Prokrastination
  • Falscher Fokus
  • Unterschätzung des Aufwands
  • Ungenaue Planung von Aufgaben
Eine entspannte Frau am Arbeitsplatz, die durch Zeitmanagement leichter lebt

Strategien und Techniken zum besseren Selbstmanagement

Damit Sie Ihren Fokus nicht verlieren und in Prokrastination verfallen, empfiehlt unsere Dozentin Zeitmanagement zu lernen und verstehen. Ihr Weg geht über bewusste Zeiteinteilung, klare Ziele und vor allem Selbstmanagement. Dabei gibt es verschiedene Methoden, Ihr Zeit- und Selbstmanagement zu gestalten.

Vielleicht eignen sich für Sie To-Do Listen, andere arbeiten gerne mit Kanban Boards und wiederum andere bevorzugen den Kalender. Diese können dann mit weiteren Methoden ergänzt werden. Wir haben für Sie ein paar grundlegende Techniken sowie eine gute Methode zum Priorisieren von Aufgaben zusammengefasst.

Richtig priorisieren: Das Eisenhower Prinzip

Eine Methode, wie Sie Ihre Aufgaben priorisieren können, bietet die Eisenhower-Matrix. Sie teilt Aufgaben in Dringlichkeit und Wichtigkeit ein. Anhand dieses Prinzips können Sie bei unvorhergesehenen Aufgaben entscheiden, ob Sie diese sofort oder erst zu einem anderen Zeitpunkt erledigen und welche Aufgaben Sie dafür eventuell verschieben müssen.

Weitere grundlegende Methoden:

  • Visualisierung – haben Sie ihre Aufgaben immer übersichtlich im Blick
  • Effizienz – Erreichen Sie mit 20% Aufwand 80% der Ergebnisse (Pareto-Prinzip)
  • Reserve – Planen sie sich Pufferzeiten ein, Sie müssen nicht jede Minute durchplanen
  • Nein sagen – übernehmen Sie neue Aufgaben nur dann, wenn Sie auch die Zeit dafür haben
  • Optimierung – betrachten sie ihre Prozesse in regelmäßigen Abständen und suchen nach Verbesserungen

Gamechanger KI?

Diese Instrumente können ihr volles Potenzial entfalten, wenn sie durch zusätzliche digitale Tools und KI ergänzt werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat hierzu eine Studie zur Produktivitätssteigerung durch KI im Zeitraum von 2022 bis 2024 durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass 41 bis 45 Prozent der KI-Nutzer eine Produktivitätssteigerung wahrnahmen, während dies bei den Nicht-KI-Nutzern nur 32 Prozent waren (Quelle: iwkoeln.de).

Wie finde ich passende Zeitmanagement-Methoden für mich?

Natürlich sind diese Methoden nur Ausschnitte und Ansätze. Welche davon zu Ihrem Zeitmanagement passen, müssen Sie für sich SELBST herausfinden.

Im Zeitmanagement Seminar der ZAW Leipzig bietet Freya Peters genau diese Lösung, für alle die ihre Zeit effizienter nutzen möchten. Sie erhalten wertvolle Tipps und bewährte Methoden an die Hand, um Ihr individuelles Zeitmanagement zu optimieren und entspannter zu leben. Im ersten Termin lernen Sie grundlegende Methoden kennen und analysieren Ihren Alltag. Beim zweiten Termin entwickeln Sie maßgeschneiderte Lösungen für Ihr Selbstmanagement.

Es geht darum, ein Werkzeug zu bekommen, den eigenen Fokus zu schärfen, unnötigen Ballast loszuwerden und die eigene Zeit bewusst so einzusetzen, dass sie sich wirklich lohnt – beruflich wie privat.

– Freya Peters, Dozentin des Seminars Zeitmanagement

Jetzt Zeitmanagement verbessern

Lernen Sie in einem individuellen Inhouse-Seminar wie Sie mit effizienten Methoden Ihr Selbst- und Zeitmanagement auf das nächste Level bringen können.

Mit gutem Zeitmanagement entspannter durch die Weiterbildung

Wenn wir uns wieder auf unsere Weiterbildung als Beispiel fokussieren, dann ist ein gutes Zeitmanagement der Türöffner. Sie werden nicht nur wissen, wie Sie den Kurs und dessen Inhalte bewusst umsetzen, sondern zeigen Ihren Vorgesetzten auch, dass Sie bereit sind, die Weiterbildung anzutreten und somit mehr Verantwortung zu übernehmen.

Sollte es dennoch mal nicht ganz nach Plan laufen, vielleicht haben Sie Probleme ein Thema Ihrer Weiterbildung zu verstehen, dann sollten Sie sich Ihre Ziele und die bereits mehrfach erwähnten Fragen ins Gedächtnis rufen: Was ist wirklich wichtig? Was bringt mich voran – jetzt und in Zukunft? Was kann weg? Es hilft auch, zurückzublicken und zu sehen, was Sie bereits geschafft haben. Sie werden staunen, welchen großen Einfluss, diese Sichtweisen bringen.

Fazit

Wer sein Zeitmanagement verbessern will, muss seinen Fokus schärfen und seine Zeit bewusst nutzen. Dazu braucht es vor allem Selbstmanagement, zum Beispiel bei der Priorisierung von Aufgaben. Das Eisenhower-Prinzip und digitale Tools wie Trello können dabei helfen, diese Herausforderungen besser zu bewältigen. Es benötigt aber individuelle Lösungen und Methoden.

Das Seminar Zeitmanagement hilft Ihnen dabei, genau diese Lösungen zu finden, indem es Ihnen bewährte Methoden und die Möglichkeit gibt, Ihren Alltag zu analysieren und auszuwerten.

Wenn Sie den Artikel bis hierhin gelesen haben, dann sind Sie Ihrem Ziel, mehr Kontrolle über Ihren beruflichen und privaten Alltag zu erlangen, einen Schritt nähergekommen. Alleine durch das Lesen dieses Beitrags und dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen, sind Sie weiter, als wenn Sie sich nicht mit dem Thema beschäftigt hätten.

Warum also nicht den nächsten Schritt wagen und nicht mehr andere über Ihre Zeit bestimmen lassen?

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03.02.2025

Digitalisierungs­management: So gelingt die Digitalisierung von Prozessen

Neben Nachhaltigkeit und Achtsamkeit ist die Digitalisierung, bzw. die digitale Transformation, zweifellos der Megatrend des 21. Jahrhunderts. Von Rechnungen, Parktickets oder dem Standort des verlegten Schlüsselbunds kann alles digital erfasst oder gefunden werden. Doch geht Ihr Unternehmen mit dem Trend? Lesen Sie, wie Sie ein funktionierendes Digitalisierungsmanagement implementieren und welche Vorteile die Digitalisierung von Prozessen Ihnen bringt.

Wo können Unternehmen Prozesse digitalisieren?

Vor allem öffentliche Dienstleistungen sollen in Deutschland digitaler werden (deutschlandfunk.de). Das ist auch bitter nötig, vor allem wenn man sich mit Ländern wie Estland vergleicht. Hier ist nahezu der gesamte öffentliche Verwaltungsapparat digital gestaltet. Von der digitalen Patientenakte beim Arzt bis zum Heiratsantrag läuft alles digital und institutionsübergreifend mit nur einem digitalen Ausweis.

Das baltische Land zeigt die Potenziale auf, aber auch die Herausforderungen für die deutsche Verwaltung und Wirtschaft. Die Frage lautet deswegen nicht: „Wo kann digitalisiert werden?“, sondern: „Was soll als Erstes digitalisiert werden?“ Einrichtungen in Deutschland brauchen jetzt vor allem langfristige Strategien, wie sie die Digitalisierung von Prozessen effizient in jedem Geschäftsbereich nutzen können.

Warum ist Digitalisierungs­management so wichtig?

Die digitale Transformation macht Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig. Durch die Implementierung werden Prozesse effizienter, Kosten können gesenkt werden und die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen kann erleichtert werden.

Zudem werden Sie als Arbeitgeber attraktiver. Wie eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft herausgefunden hat, beschäftigen digitale Unternehmen mehr Personen mit Hochschulabschluss als Unternehmen, die nicht digital aufgestellt sind.

Symbolbild zur digitalen Transformation: Ein Arbeiter aus der Industrie, der mit einer VR Brille arbeitet

So gelingt die digitale Transformation auch in Ihrem Unternehmen

Digitalisierung ist weniger ein Trend als eine Notwendigkeit für Unternehmen und trotzdem glaubten laut einer HHL-Studie aus dem Jahr 2022 nur 65 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Sachsen, dass die Digitalisierung ihr Unternehmen voranbringt.

Mit einem Digitalisierungsmanager können Sie mehr als nur eine Cloud implementieren. Sie analysieren Geschäftsprozesse und erstellen individuelle Bedarfsplanungen zur Optimierung der Geschäftsprozesse durch digitale Technologien, setzen diese um und überwachen deren Erfolg. Mit der Weiterbildung an der ZAW Leipzig bieten wir Fach- und Führungskräften die Möglichkeit, sich innerhalb von zwei Monaten online zur digitalen Transformation weiterzuentwickeln.

Was sind die Aufgaben eines Digitalisierungs­managers?

Das Aufgabenspektrum des Digitalisierungsmanagers lässt sich in drei Teilbereiche eingliedern:

  • Entwicklung und Beratung: Digitalisierungsmanager erstellen den Bedarf der digitalen Transformation, suchen nach Optimierungspotenzial und beraten dabei die Geschäftsführung.
  • Projektmanagement: Von der Festlegung von Zielen bis zur Implementierung und dem Controlling begleiten Digitalisierungsmanager die Umsetzung von Projekten als Leitung.
  • Schulungen: Ein Digitalisierungsmanager schult und sensibilisiert Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Technologien und hilft bei der Umsetzung des Change Managements.

Werden Sie zum digitalen Vorreiter

Jetzt Mitarbeitende zum Digitalisierungsmanager/ zur Digitalisierungsmanagerin weiterbilden.

Cloudbasierte Programme wie das Grafikbearbeitungsprogramm Canva machen Anwendungen für eine breite Masse zugänglich. Wo früher teure Hard- und Software vonnöten war, reicht heute ein Handy, um in kürzester Zeit neue Grafiken für Webseiten und Social Media zu erstellen.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird dieses Potenzial noch erweitert und schafft beispielsweise für KMUs die Möglichkeit, Business-Analysen mit nur wenig Aufwand und gezielten Schulungen auf die Beine zu stellen oder einfach den Geschäftsalltag effizienter zu gestalten.

Nutzen Sie KI auch in anderen Geschäftsfeldern:

NIS-2-Richtlinie kommt

Ab dem 17.10.2024 müssen alle EU-Mitgliedsstaaten gesetzliche Regelungen zur neuen NIS-2-Richtlinie vorweisen. Die Richtlinie sieht in betroffenen Unternehmen umfassende Maßnahmen für mehr Cybersicherheit vor. Prüfen Sie jetzt auf der Webseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, ob Sie von der neuen Richtlinie betroffen sind.

Fazit: Digitalisierung birgt große Potenziale. Wenn beispielsweise nur jedes zweite Unternehmen in Deutschland Künstliche Intelligenz im betrieblichen Alltag einsetzen würde, könnte die Bruttowertschöpfung Deutschlands um 330 Mrd. Euro gesteigert werden, so ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (entspricht einer Steigerung des BIP um 10%). Legen auch Sie den Grundstein zur digitalen Transformation in Ihrem Unternehmen und bilden Sie Ihre Mitarbeitenden zum Digitalisierungsmanager/zur Digitalisierungsmanagerin weiter.

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