Ausbildung schafft Perspektiven: Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter zu Gast
Einen guten Einblick in die Ausbildungspraxis erhielt Minister Dirk Panter bei der ZAW Leipzig. Er war am 18.06.2026 zu Gast in unserem Ausbildungszentrum in Leipzig-Leutzsch. Gemeinsam mit Jeanette Baudach, Vize-Präsidentin der IHK zu Leipzig und Stephan Findeisen, Mitglied des Vorstandes der HWK informierte er sich über die Ausbildung in Berufen der Elektrotechnik, Metalltechnik und Logistik.

An der Drehmaschine mit dem Minister
Um einen echten Eindruck von der berufspraktischen Ausbildung bei der ZAW Leipzig zu erhalten, packte Minister Dirk Panter mit an: Marlon (Auszubildener als Fachkraft für Lagerlogistik) zeigte ihm die wichtigsten Handgriffe für die Ladungssicherung. Nebenbei erläuterte er noch kurz und prägnant die physikalischen Grundsätze zur Kraft- und Wärmeentwicklung, die bei der Sicherung von Ladung relevant sind. Ein gutes Beispiel, um die enge Verbindung von Theorie und Praxis bei der ZAW Leipzig zu erleben.
Und weiter ging es in unsere Metalltechnik. Hier wartete Jonas, Auszubildener als Industriemechaniker. Gemeinsam mit dem Minister bearbeitete er ein Bauteil an einer konventionellen Drehmaschine. Geduld war gefragt. Hier ging es Millimeterarbeit. Beide Azubis bereiten sich gerade auf ihre Abschlussprüfung vor. Sie zeigten, dass sie danach bestens ausgebildet ihren beruflichen Weg starten.

Klares Bekenntnis zu den überbetrieblichen Bildungsstätten in Sachsen
Ganz offensichtlich hatte Dirk Panter eine Menge Spaß am gemeinsamen Arbeiten mit unseren Azubis und war beeindruckt von der Ausbildung bei der ZAW Leipzig. „Gute Ausbildung, Fachkräfte und starke Unternehmen sichern Sachsens Zukunft“, so Minister Panter. „Wer sich für eine berufliche Laufbahn entscheidet, soll in Sachsen die besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg finden. Deshalb investieren wir gezielt in überbetriebliche Ausbildungsstätten. Sie sichern die Qualität der Ausbildung und gleichen Unterschiede zwischen den Betrieben aus. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können häufig nicht alle Maschinen oder Fachgebiete für die gesamte Ausbildung vorhalten, hier sind die überbetrieblichen Angebote unverzichtbar.“
Für ZAW-Geschäftsführer Dr. Matthias Maier ist die Unterstützung sehr willkommen. „Überbetriebliche Ausbildungsstätten wie die ZAW Leipzig ermöglichen praxisnahe Qualifikation unabhängig vom einzelnen Betrieb. Wir sind für über 120 Unternehmen der Region Leipzig ein verlässlicher Ausbildungspartner. Wir freuen uns über die Zielrichtung des Sachsenfonds. Sie ist ein klares Bekenntnis zu einer modernen Berufsausbildung“.
Um der rasanten technischen Entwicklung standzuhalten, ist die regelmäßige Modernisierung der technischen Ausstattung notwendig. Zuletzt investierte die ZAW Leipzig in eine neue Werkstatt für eine optimierte Ausbildung von Konstruktionsmechanikern und in die Erweiterung als Prüfungsstandort für Mechatroniker.
11 Millionen für überbetriebliche Bildungszentren in Sachsen
Zum Hintergrund: Die Sächsische Staatsregierung unterstützt die Modernisierung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) und stellt dafür im Rahmen des „Zukunftspakets I“ rund 11 Millionen Euro aus dem Sachsenfonds bereit. Die Ausstattung der ÜBS liegt grundsätzlich in der Verantwortung der Wirtschaft und der Handwerkskammern. Insgesamt fehlen laut Sächsischer Landesregierung rund 77 Millionen Euro für Modernisierungen an überbetrieblichen Bildungszentren. Um diesen Investitionsstau zu lösen und eine moderne Berufsausbildung zu unterstützen, stellt die Landesregierung nun Mittel des Sachsenfonds zur Verfügung. Weitere Infos zum „Zukunftspakets I“

